19.04.2017 – Verhandlungstermin findet großes Interesse

Solch einen Andrang bei einem Verhandlungstermin vor dem Amtsgericht gibt es wohl nicht oft!

Neben zahlreichen Prozessbeobachtern – vielen Dank für Euer Kommen! – waren auch zahlreiche Vertreter der Medien anwesend: Es berichteten die Bildzeitung, die TZ, der Münchner Merkur und die Süddeutsche.

Die Richterin am Amtsgericht gab ganz zu Beginn zu erkennen, dass sie den Termin wegen des großen Andrangs aufheben will und beim nächsten Mal einen größeren Sitzungssaal wählen möchte. Dankenswerterweise erklärten sich alle Prozessbeobachter, die keinen Stuhl hatten bereit, den Saal zu verlassen, damit der Termin nicht platzt.

Was folgte war die Zeugenvernehmung des Privatgutachters der Vermieterin = Klägerin = Widerbeklagte. Er wiederholte seine Beobachtungen, die er schon in seinem Gutachten niedergeschrieben hatte – neue Erkenntnisse gab es also nicht.

Während der Zeugenvernehmung war auch der Gutachter des Vorverfahrens Stetter anwesend und wechselte öfters vielsagende Blicke mit dem Rechtsanwalt der Vermieterin – vor allem dann, wenn der verhörte Zeuge Nachteiliges für die früheren Mieter zum Besten gab.

Interessant wurde es dann am Ende des Verhandlungstermins, als sich Herr Stetter zu Wort meldete und verkündete, dass er eine Stellungnahme des Herrn Prof. Moriske vom Umweltbundesamt eingeholt hätte – der Stelle mit der allerhöchsten Neutralität und der größten Sachkunde. Interessant ist, das ausgerechnet Prof. Moriske nur 7 Tage vor dem Verhandlungstermin etwas ganz anderes mitgeteilt hatte (genaueres in Kürze).

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